Nidovirus (MVNV)

von Joachim
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Die neue Geißel des Grünen Baumpython: das Morelia viridis Nidovirus (MVNV)

Hinweis: Dieser Artikel enthält mein Wissen zum Nidovirus aus Recherchen. Weder bin ich in Untersuchungen des Nidovirus involviert, noch verfüge ich über das wissenschaftliche Knowhow um detailliert Auskunft zu geben. Es handelt sich um einen Recherche-Artikel in dem meine Meinung eingeflossen ist.

Im Jahr 2014 macht ein neuer Fachbegriff innerhalb der Pfleger von Boiden die Runde: das Nidovirus.

Viren sind in der Pflege von Schlangen schon immer gefürchtet. Bekanntester ist dabei der IBD (Inclusion Body Disease) Virus, auch als Schlangen-Aids bekannt. http://www.schlangenwelt.de/erkrankungen/ibd.

Leider ist das Wissen über das Nidovirus bisher eher spärlich. Dieser Artikel soll mein Wissen zu diesem Virus zusammenfassen. Dieses bedeutet nicht, dass das Niedergeschriebene vollständig ist noch erhebe ich den Anspruch in allem korrekt interpretiert zu haben. Bei Fragen oder Ergänzungen bitte eine Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

02 NidovirusWas ist das Nidovirus?

Das Nidovirus gehört in die Ordnung Nidovirales in die vier Familien eingeordnet sind. Der für die Schlangenhalter relevante Virus gehört in die Familie Coronaviridae, Subfamilie Torovirinae. Coronaviren befallen den Respirationstrakt und führen zu einer Lähmung der Zilienbewegung des Flimmerepithels des Respirationstrakts. Als Respirationstrakt oder auch respiratorisches System bezeichnet man das gesamte System jener Organe, das der Atmung dient.

Eine Dysfunktion der Flimmerhärchen verhindert den geregelten Abtransport von Fremdstoffen und erhöht damit massiv die Schleimproduktion. Dieses führt zu Atembeschwerden und Ausstoß von Schleim. Infektionen sind die Folge und am Ende steht der Tod.

Anders als bei Bakterien aus der Gruppe der Pneumokokken, die ebenfalls eine Lungenentzündung auslösen können, handelt es sich hier um Viren. Der Unterschied ist gewaltig: Bakterien lassen sich mit Antibiotika behandeln, Viren nicht.