Megatron x Würmli (MeWu-2016)

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Verpaarung: Aru-Sorong x Sorong

Eigentlich hätte man davon ausgehen können, dass der Verlauf ähnlich wie bereits im Jahre 2015 (MeWu 2015) wäre. Doch weit gefehlt.

Ich bin allerdings davon überzeugt, dass nicht die Qualität der Eier oder das Erbgut dieses Projekt beeinflusst haben, sondern schlicht mein Versagen. Ich denke, jeder, der diesen Beitrag lesen wird, dürfte zu dem gleichen Ergebnis gelangen.

Kopulation Grüner Baumpython (Morelia viridis) Projekt MeWu2016 Kopulation oder Schlangenknoten

Die erste gesicherte Kopulation erfolgte am 04. Mai 2016:

Es war in den Morgenstunden, so kurz vor 5.00 Uhr, als die erste gesicherte Kopulation beobachtet wurde. Dieses Mal wurden die beiden Tiere nicht zusammengesetzt. Das Terrarium wurde einige Wochen zuvor durch eine Trennscheibe mit einer 8 cm im Durchmesser vorhandenen Öffnung geteilt. Auf der einen Seite saß das Weibchen, auf der anderen das Männchen. Am 03.05.2016 wurde der Schieber des Durchschlupfs geöffnet.

In den folgenden Wochen paarten sich die beiden Grünen Baumpython (Morelia viridis) mehr als 10 Mal. Am 03.06. trennten sich die beiden Tiere von selbst. Jedes Tier bezog sein eigenes Abteil. Der Durchgang wurde wieder verschlossen. Ergänzend sei erwähnt, dass die Trennscheibe wieder entfernt wurde, da die Abteile für die beiden Morelia viridis meiner Ansicht nach zu klein wurden.Trächtiges Weibchen von Morelia viridis (Grüner Baumpython)

Fertilisation oder Ovulation?

In den folgenden Wochen nach der Kopulation nahm der weibliche Grüne Baumpython beständig an Umfang zu. Dabei entwickelte die Morelia viridis einen schier unbändigen Appetit.

Wie schon berichtet fällt es mir unglaublich schwer die Phase der Fertilization und der Ovuluation genau zu bestimmen, weshalb ich dazu keine zeitlichen Angaben machen möchte. Erwähnt aber sei, dass die werdende Mutter bis kurz vor der Eiablage noch Nahrung zu sich nahm.

Hormonelle Blaufärbung eines weiblichen Grünen Baumpython (Morelia viridis)Die Eiablage erfogte am 15. September 2016

Zu dem genannten Datum wurden 31 Eier abgelegt. 1 Ei war zweifelsfrei ein Wachsei, 10 weitere waren unbefruchtet. Blieben folglich 20 Eier zurück. Während ich beim ersten Gelege mit Schimmelbefall einzelner Eier zu kämpfen hatte, blieb diese Schwierigkeit dieses Mal aus.

Die Inkubation

Wie schon beim ersten Gelege im Jahre 2015 wurden die Eier auch dieses Mal wieder in Vermiculit gebettet. Auch die eingesetzten Inkubatoren waren dieselben. Auffällig aber war, dass die Eier dieses Mal wesentlich mehr Umfang zeigten und um den 30. Tag keine Anstalten machten einzufallen; auch nicht nachdem sie aus dem Vermiculit entnommen worden waren und auf einen Rost unmittelbar über dem Vermiculit gebettet wurden.Eier von Morelia viridis (Grüner Baumpython) 7 Tage nach Ablage. Die roten Eier sind fraglich.

Fehler: hatte ich beim ersten Mal das Verhältnis Wasser und Vermiculit per Gefühl gemischt, hatte ich dieses Mal die genauen Mengen abgewogen. Dabei war etwas mehr Wasser eingesetzt worden. Eine folgenschwere Maßnahme, denn einige Eier verloren.

beim Umsetzen Eidotter. Unmerklich! Dieses Dilemma wurde erst realisiert, als sich ein Flaum von Schimmelbildung über dem Eidotter gebildet hatte.

Damit noch nicht genug: durch ungewöhnlich hohe Zimmertemperaturen stieg die Temperatur über mehrere Stunden im Inkubator auf über 33 °C an.

Es war zum Verzweifeln.

Die Eier von Morelia viridis nach 40 Tagen InkubationTrotzdem schienen die Eier sich weiter gut zu entwickeln und begannen kontinuierlich einzufallen. Allerdings für meine Einschätzung viel zu stark. Wahrscheinlich ein Effekt durch den Verlust des Dotters.

Als könne man nicht schon genug falsch machen, wurden die Eier zum errechneten Schlupftermin angeschnitten. Ich hätte warten müssen, bis der erste Neonat selbstständig die Eischale öffnet.

05. November 2016

Immerhin erblickten dann doch noch fünf Neonaten das Licht der Welt, wobei zwei von ihnen durch einen Tierarzt eingeschläfert werden mussten. Zu stark waren die Missbildungen.

Ein Phänomen, das auch Maxwell in seinem Buch „das Kompendium – Morelia viridis“ ausführlich beschreibt.

Fazit:Missgebildeter Neonat von Morelia viridis (Grüner Baumpython)

Die Annahme, dass die Bemühungen der Vermehrung zu standardisieren sei, scheint weit gefehlt.

Schlupfrate:

Abgelegte Eier: 31

Unbefruchtete: 10

Wachseier: 1

Geschlüpfte Jungtiere: 5

Davon missgebildet: 2  (durch Fachtierarzt euthanasiert)

Schlupfrate: 6.5 % (16.1%)