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Seit 1986 lebe ich im oberbayerischen Penzberg. Eine Stadt gelegen zwischen München und Garmisch-Partenkirchen.

Nach Oberbayern führte mein Beruf des Biologisch Technischen Assistenten und ein großer Pharmakonzern. Hier arbeite ich bis heute in der pharmazeutischen Forschung und unterstütze die Entwicklung von Antikörpern im Einsatz gegen schwere Krankheiten.

Nachdem ich über drei Jahrzehnte das Hobby der Meeresaquaristik intensiv betrieben habe, war damit 2009 Schluss.

Schon 2007 wurde durch einen Besuch im Reptilium Landau der Wunsch geweckt, mich mit der Thematik Reptilien näher zu beschäftigen. Nach der Pflege von verschiedenen Arten an Agamen, Geckos und Waranen stellte ich fest, dass deren Pflege die gleiche Intensität erfordert wie die Meeresaquaristik. Eine Entwicklung, die ich so dauerhaft nicht wollte – mein Anspruch war mehr Flexibilität mit meiner Freizeit.

So kam die Pflege von Schlangen in den Fokus meines Interesses. Begleitet von Uwe Wünstel – Inhaber und Leiter des Reptilium Landau – wurde das Augenmerk auf den Grünen Baumpython Morelia viridis gelenkt.

Im Jahre 2012 war es soweit. Von Helmut Heider kaufte ich meinen ersten Grünen Baumpython. Ein wunderschönes Weibchen des Typus Sorong im zarten Alter von 12 Monaten.

Inzwischen ist mein erster Grüner Baumpython gut 7 Jahre altVon Anfang an bestand der Wunsch diese Spezies auch zu vermehren. Deshalb kamen in den folgenden Monaten weitere Exemplare ähnlichen Alters in meinen Bestand.

Ein zentraler Anspruch an mich war und ist meine Terrarien naturnahe zu gestalten – ein Relikt aus meiner Zeit als Meerwasseraquarianer. Ich muss gestehen, das war gar nicht so einfach, denn entsprechende Pflanzen zu finden, die mit den vorhandenen Bedingungen des Terrariums leben müssen, gibt es erstaunlich wenig.

Heute ist dieser Anspruch erfüllt und die Hochterrarien bieten allen gepflegten Schlangen die Mikroklima die sie bevorzugen und bei denen sich die Tiere augenscheinlich wohlfühlen.

In den folgenden Jahren lernte ich die Bedürfnisse der arborealen Schlangen zu erfüllen und meine Tiere ausgiebig kennenzulernen. Eine spannende Zeit, denn der Grüne Baumpython (Morelia viridis) ist ein anspruchsvolles Reptil, das Haltungsfehler nicht so einfach verzeiht. So lag denn auch in den ersten Jahren das Hauptaugenmerk darauf, die anspruchsvollen Schlangen artgerecht zu versorgen, was rundum gelang – zugegebener Massen aber auch erhebliche Geldmittel abverlangte.

Fazit: Billig ist die Anschaffung, die Pflege und Unterhaltung wahrlich nicht.

2015 war er es dann soweit: die ersten erfolgreichen Nachzuchten.

Jüngster Sproß in meinem Morelia viridis Bestand ; eine eigene Nachzucht von 2016In den Folgejahren vermehrte ich die Tiere immer wieder; musste aber auch entsprechendes Lehrgeld zahlen, da sich Fehler einfach eklatant auswirken. Gott Lob führte keiner der Fehler zum Tod von einer meiner Schlangen.

Seite 2015 ebenfalls in meinem Bestand - Hundskopfboa Corallus caninusIm Jahre 2015 kam eine weitere Art in meinen Bestand: die Grüne Hundskopfboa Corallus caninus. Die Pflege – mit der Erfahrung von Morelia viridis ausgestattet – verlief bisher erfolgreich. Das nächste Große Ziel ist nun, auch diese Art zu vermehren.

Da das Thema Befähigungsnachweis immer wieder thematisiert wird, habe ich 2017 den §11 TierSchG erlangt, begrenzt auf die private Schlangenzucht von Morelia viridis und Corallus caninus.

Heute, im September 2018, kann ich resümieren, dass ich mich richtig entschieden habe.

Erwähnt sei noch, dass ich mich noch immer als Anfänger sehe. Trotzdem habe ich auf meiner Homepage zahlreiche Beiträge veröffentlicht, die vor allem dazu gedacht sind, mein bisher erlangtes Wissen an den interessierten Besucher weiter zu geben.

Um Erfahrungen auszutauschen sind die meisten Artikel mit einer Kommentarfunktion ausgestattet. Außerdem gibt es ein Forum.

In diesem Sinne

Herzlicher Gruß

Joachim Frische