Der Schlangenknoten
Der Schlangenknoten – der erste von vier Schritten hin zu befruchteten Eiern
Als Schlangenknoten wird der Akt der Fortpflanzung bei Schlangen bezeichnet.
Der Begriff rührt daher, weil die beiden Geschlechter ihr Schwanzende, einem Knoten gleich, umeinanderwickeln.
Dieses Gebilde ähnelt dem Paracord Lanyard Schlangenknoten.
Eingeleitet wird das Paarungsverhalten durch das männliche Tier.
Bis es aber so weit ist, sind im Terrarium einige Vorbereitungen zu treffen, die dem Weibchen signalisieren, dass die Zeit der Fortpflanzung einsetzt.
Innerhalb von etwa vier Wochen beginnt diese nun mit der Produktion von Hormonen, die dem Männchen signalisieren, dass es bereit zur Paarung ist.
Aus diesem Grunde setze ich die Männchen etwa vier Wochen nach dem Beginn der ersten Vorbereitungen erstmals zu den weiblichen Tieren.
Haben die Veränderungen im Terrarium das gewünschte Resultat erzielt, erfolgt bereits in der ersten 48 Stunden des Zusammensetzens der beiden Geschlechter die Kopulation.
Dabei folgt das erregte Männchen seiner Auserwählten, bis diese sich auf ihn einlässt.
Ein ausgiebiges Balzverhalten gibt es beim Grünen Baumpython nicht. Es werden jedoch zahlreiche Duftmarken gesetzt, die im getrockneten Zustand als weiße Flecken auf der Dekoration zu erkennen sind.
Bei der Paarung kriecht das Männchen nun auf und zwischen die Windungen des Weibchens und umschlingt mit dem seinigen Schwanz den ihrigen.
Mit Hilfe der Aftersporne wird das Umfeld um die Kloake vorsichtig gekrault.
In weiterer Folge versucht der männliche Morelia viridis nun, mit seiner Kloake an die der Partnerin zu gelangen.
Die Kloake ist die gemeinsame Körperöffnung für die Verdauungs-, Geschlechts- und Exkretionsorgane.
Wenn das Weibchen den Schwanz ein wenig anhebt, steht einer erfolgreichen Paarung kaum mehr etwas im Wege.
Das männliche Tier führt einen seiner zwei Hemipenes – das männliche Begattungsorgan – in die Kloake des Weibchens ein.
Jetzt ist es in der Lage seine Spermien direkt in das Weibchen zu übertragen.
Es wird immer jener Hemipenis bei der Begattung eingesetzt, der auf der zum Weibchen weisenden Seite liegt.
Selbst wenn einer der beiden Hemipenes verloren ginge, ist das Männchen immer noch zur Kopulation fähig.
Eine Paarung kann wenige Minuten, aber auch mehr als 24 Stunden dauern.
Die Paarung beginnt üblicherweise nachts und kann weit bis in den folgenden Tag andauern.
Außerdem paart sich der Grüne Baumpython mehrmals und dieses über Wochen.
Ich konnte mehr als 10 Kopulationen in sechs Wochen zählen.
Doch sagt die Anzahl der Kopulationen nichts über den Erfolg oder Misserfolg einer Paarung aus.
Weitere Faktoren spielen eine wichtige Rolle.