US Designer Chondros – Teil 3
Das Thema US-Designer Chondros ist so umfangreich, dass viele Beiträge in den kommenden Monaten erscheinen werden.
Ein zentrales Element werden die Morelia viridis Züchter der letzten 40 Jahre ebenso sein, wie einige der spektakulärsten Linien, die mit dem Enthusiasmus dieser Menschen hervorgegangen ist.
Linien, die auch in Europa und Deutschland Einzug gehalten haben und von namenhaften Züchtern weiter vorangetrieben wurden und werden.
Bevor der erste Teil dieser Serie startet, gilt es jenen Personen und Institutionen zu danken, ohne deren Unterstützung und Erlaubnis diese Themenreihe nicht hätte entstehen können.
Herpetoculture Magazin: https://herpetoculturenetwork.com/
Bei Kauf-Interesse: https://www.magcloud.com/brose/issue/1850727

The Herpetoculture Network: https://www.facebook.com/theherpetoculturenetwork/

Creating Mr. Blue A (Not So) Short History
Ich möchte Tim sehr herzlich bedanken für die bereitgestellten Bilder und die Erlaubnis zur Veröffentlichung.
Mid-Atlantic Arboreals: https://www.facebook.com/midatlanticarboreals/
Vibrant Viridis, LLC: https://www.vibrantviridis.com/
Die Geschichte zu Mr. Blue – Teil 3
Eine (nicht ganz so) kurze Erzählung von Tim Morris

Winter 1995 – 1996
Seit November habe ich das Licht von 12 Stunden auf 10 Stunden reduziert. Ebenfalls reduziert wurde die Tagestemperatur von 11 auf 9 Stunden.
Gleichzeitig wurde die Nachttemperatur auf etwa 20 °C gesenkt, während die Tageshöchsttemperatur (gemessen am obersten Liegeplatz unter der Wärmelampe) auf 30 °C unverändert blieb.
Diesen Zyklus setzte ich bis Ende Dezember fort.
Danach erhöhte ich Nachttemperatur wieder auf etwa 26 °C bis zur Ablage der Eier.
Während dieser Zeit beobachtete ich genau, wo sich das Weibchen aufhielt.
Wenn sie die überwiegende Zeit an kühlen Orten verbrachte, wurde die Temperaturen etwas reduziert.
Bevorzugte sie jedoch warme Areale habe ich die Temperatur ein wenig erhöht.
Diese Art der Beobachtung war das Ergebnis einer weiteren der vielen unschätzbaren Ratschläge, die mir Trooper ans Herz gelegt hat.
Sie lautete: „Beobachte deine Tiere und lernen von ihnen. Sie zeigen dir, was sie brauchen.“
Während der letzten Trächtigkeitsperiode beobachtete ich, dass das Weibchen es vorzog, hauptsächlich im kühleren Bereich des Terrariums zu verweilen.
Ihre Körpertemperatur (gemessen mit einem Infrarot-Thermometer der Firma Raytek) schwankte entsprechend.
Nachts lag die Körpertemperatur bei 27 °C.
Während des Tages bei rund 30 °C.
Der Nistkasten wurde Mitte Dezember in das Terrarium gestellt.
Bis etwa 10 Tage vor der Eiablage verließ sie immer mal wieder die Brutbox.
Ab dem 1. Februar blieb sie endgültig im Nistkasten.
Die Eier wurden am 11. Februar (1996) gelegt, 15 Tage nach dem „Prelay Shed“ der am 27. Januar stattfand.
Etwa drei Tage vor der Eiablage nahm sie letztmalig etwas Wasser zu sich.
Zu diesem Zeitpunkt war die Nachtabsenkung vollständig beendet und in der Brutbox wurde eine durchschnittliche Temperatur von etwa 28 °C gemessen.
Gelegentlich erreichte die Höchsttemperatur etwa 31 °C, während die nächtliche Tiefsttemperatur bei etwa 27 °C gemessen wurde.
Eine weitere Information, die Trooper weitergab, war jene, dass die Eier mit ihrer Entwicklung ihre eigene Wärme produzieren.
Daher empfahl er, die Temperatur im Nistkasten entsprechend zu senken.
Ungefähr nach 6 Wochen (bei einer erwarteten 8-wöchigen Inkubationszeit) drehte ich die Temperatur zurück und der angestrebte Zielwert lag jetzt bei 27 °C.
Natürlich würde das Weibchen einen Unterschied entsprechend kompensieren und die richtige Temperatur regulieren.
Unabhängig von den Umgebungstemperaturen wurden die Kerntemperatur (gemessen mit dem Raytek) konstant zwischen etwa 30 und 31 °C gehalten.
Während des Zeitigens warf ich hin und wieder einen Blick auf das Weibchen.
Gelegentlich stocherte ich leicht zwischen den Windungen herum, um einen Blick auf die Eier werfen zu können.
Sie tolerierte die Eingriffe, und ich lernte, dass selbst wenn ein (oder mehrere) Eier während der Brutzeit schlecht wurden, die guten Eier davon nicht betroffen waren.
Eine große Erleichterung, denn sonst hätte ich wirklich nicht gewusst, was ich hätte tun sollen!
Bei mehreren Gelegenheiten beobachtete ich das Weibchen, dass sie ihre Schnauze direkt in das Gelege steckte.
Ich nahm an, dass sie so über die Labialgruben die Temperatur im Inneren des Eiballens überprüfte.
Ende Teil 3
Hier geht's zum Originalartikel: Creating Mr.Blue


