Die Häutung

Die Häutung – unerlässlich im Leben des Grünen Baumpython
Wie alle Reptilien ist auch der Grüne Baumpython gezwungen von Zeit zu Zeit seine Haut abzustreifen. Die hormonell gesteuerte Häutung erfolgt, weil die Haut einer Schlange nicht mitwächst.
In den ersten Wochen als Neonat streift Morelia viridis etwa alle 4 Wochen ihre Haut ab, weil die Kleinen natürlich stark an Länge und Umfang zunehmen.
Mit zunehmendem Alter vergrößert sich das Intervall, bis es bei ausgewachsenen Tieren nur noch etwa alle 3 Monate stattfindet.
Das Abstreifen der Haut ist dann nicht mehr an eine Wachstumsphase begründet, sondern dient vor allem dazu, sich von Parasiten, Dreck und Bakterien zu entledigen.
Das Einsetzen der Häutung bei adulten Exemplaren beginnt unmerklich und ist am ehesten an der sich verändernden Kopfform zu erkennen, die gedrungen und unförmig wirkt.
Die einsetzende Häutung kann von Fressunlust begleitet werden.
In den kommenden Tagen verwandelt sich der Glanz des Körpers in eine gräulich matt wirkendes äußeres. Oft trüben die Augen ein.
Außerdem werden die Tiere träge und wirken gereizt. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn der Verlust der Sehkraft bereitet dem Grünen Baumpython Unbehagen.
Kurz vor der Häutungsvorgang kommt es vor, dass die milchig wirkende Färbung wieder einer normalen weicht. Bis dahin sind etwa 10 Tage vergangen. Nach rund 14 Tagen erfolgt die eigentliche Häutung die zweifellos durch die abgestreifte Haut – die auch Natternhemd genannt wird – zu erkennen ist.
Da Morelia viridis während der Häutung und etwa 24 Stunden danach mehr oder minder wehrlos ist. Streift diese Schlange ihre Haut nachts ab.
Damit die Häutung problemlos durchgeführt werden kann ist eine hohe Luftfeuchtigkeit wichtig, da sich unter der ablösenden Haut eine feine Luft- und Wasserschicht schiebt, die vor der eigentlichen Häutung die alte Haut vom Körper löst.
Das erklärt den milchigen Teint der Haut.
Perfekt ist es, wenn das Natternhemd in einem Stück abgestreift wird. Da die Haut von Morelia viridis dünn ist, kommt es bei Häutung aber immer wieder vor, dass die Haut reizt.
Vor allem wenn die Tiere kurz zuvor noch gefressen haben, ist das des Öfteren zu beobachten.