US Designer Chondros – Teil 1
Das Thema US-Designer Chondros ist so umfangreich, dass viele Beiträge in den kommenden Monaten erscheinen werden.
Ein zentrales Element werden die Morelia viridis Züchter der letzten 40 Jahre ebenso sein, wie einige der spektakulärsten Linien, die mit dem Enthusiasmus dieser Menschen hervorgegangen ist.
Linien, die auch in Europa und Deutschland Einzug gehalten haben und von namenhaften Züchtern weiter vorangetrieben wurden und werden.
Bevor der erste Teil dieser Serie startet, gilt es jenen Personen und Institutionen zu danken, ohne deren Unterstützung und Erlaubnis diese Themenreihe nicht hätte entstehen können.
Herpetoculture Magazin: https://herpetoculturenetwork.com/
Bei Kauf-Interesse: https://www.magcloud.com/brose/issue/1850727

The Herpetoculture Network: https://www.facebook.com/theherpetoculturenetwork/

Creating Mr. Blue A (Not So) Short History
Ich möchte Tim sehr herzlich bedanken für die bereitgestellten Bilder und die Erlaubnis zur Veröffentlichung.
Mid-Atlantic Arboreals: https://www.facebook.com/midatlanticarboreals/
Vibrant Viridis, LLC: https://www.vibrantviridis.com/
Die Geschichte zu Mr. Blue – Teil 1
Eine (nicht ganz so) kurze Erzählung von Tim Morris

Jeder hat eine Geschichte zu erzählen, wie er mit einer Leidenschaft begonnen hat.
Für meine Reise in die Welt der Grünen Baumpyhtons (Morelia viridis) war es das Buch "The Reproductive Husbandry of Boas and Pythons" von Ross & Marzec, das 1990 als Nachfolgewerk zu ihrem 1978 erschienenen Buch "The Python Breeding Manual" veröffentlicht wurde.
In diesem Buch gab es mehrere Bilder von unglaublich aussehenden gelben und roten Neonaten des Grünen Baumpython!
Außerdem wurden viele der Bilder des Grünen Baumpython einer Person zugeschrieben, der offenbar im Nationalzoo in Washington, D.C., arbeitete. Dessen Name war Trooper Walsh.
An diesem Punkt wurde mir klar, dass ein Ausflug – gemeinsam mit meinem Neffen (Sean Stewart) zum Nationalzoo alternativlos war.
Nur so wäre es möglich diesen Trooper Walsh treffen zu können.
Als wir im Reptilienhaus ankamen, hielten wir mit Argusaugen Ausschau nach den dortigen Mitarbeitern.
Beim Schlendern durch die Halle bemerkten wir, dass sich zu unserer Rechten eine Zugangstür für den Tierpfleger befand. Aus dieser kam dieser bullige Mensch, der ein vom Nationalzoo ausgegebenes khakifarbenes Hemd und Shorts trug - Barfuß, und mit einem 20 Liter Eimer voller Nagetiere... er ging unmittelbar an uns vorbei, und wie hypnotisiert warf ich einen Blick auf sein Namensschild, und ich dachte (Schlüsselwort: dachte"): „Dass da Trooper draufsteht“.
Kaum hatte mein Gehirn dies verarbeitet, ging er durch die Tür auf der linken Seite. Ich versuchte, meinen Neffen davon zu überzeugen, dass ich eine positive Identifizierung hatte und dass wir an diese Tür klopfen sollten.
Nach etwa 5 Minuten des Hin- und Her, wer denn nun klopfen solle, hatten wir endlich den Mut dazu.
Wir klopften (ich weiß nicht mehr genau, wer von uns es getan hat!) an die Tür und, wie Lurch aus der Addams Family, öffnet sich die Tür langsam und ein Kopf zwängte sich durch den Spalt. Eine Stimme sagte: "Kann ich Ihnen helfen?" Ich glaube, in diesem Moment sahen Sean und ich uns schockiert an. Ich bin sicher, wir haben ihn angestarrt, als wäre er der Präsident oder eine große Berühmtheit! Er gewährte uns Einlass. Wir unterhielten uns über verschiedene herpetologische Themen. Trooper trafen wir an diesem Tage nicht.
Aber ich erfuhr, dass auch der Nationalzoo ein Programm für freiwillige Tierpfleger anbietet.
Ich füllte den Antrag aus. Ich war davon überzeugt, dass das die beste Chance wäre, diesen Trooper kennen zu lernen und damit mehr über diese Grünen Baumpyhtons zu erfahren.
In den Semesterferien habe ich dann mehrere Sommer lang als freiwilliger Pfleger gearbeitet. Während dieses ersten Sommers versuchte ich mein Bestes, um mir die Gunst der Legende Trooper Walsh zu verdienen.
Wie sich herausstellte, kann Trooper ziemlich wankelmütig sein - an einem Tag redet er mit einem, als würde man sich schon eine Weile kennen, und an einem anderen Tag läuft er einfach an einem vorbei und sagt kein einziges Wort.
Durch einige ehrenamtliche Tätigkeiten, die ich gemeinsam mit Pete Kahl ausübte, erfuhr ich von der National Reptile Breeders Expo (NRBE), die seiner Zeit regelmäßig in Orlando, GL, stattfand.
Pete sprach über die Reptilienveranstaltung, als wäre sie DAS Mekka aller Ausstellungen... DIE Veranstaltung, die man besucht haben muss.
Ich bin jetzt in meinem zweiten Sommer (1993) als Freiwilliger im Zoo tätig, und ich erinnere mich, dass ich eines Nachmittags Trooper traf und er scheinbar gute Laune hatte.
Ich fragte ihn, ob er an der NRBE teilnehme - er sagte "ja".
Ich fragte ihn, ob er Chondros verkaufen würde.
Er hielt inne, sah mich an und sagte: "Nein, ich habe keine zu verkaufen."
Er fuhr fort: "Tim, ich verkaufe nicht einfach Tiere an irgendjemanden, weißt du?"
Ende Teil 1
Hier geht's zum Originalartikel: Creating Mr.Blue


